Di16.02.1608:48Fachpresse

XPS-Dämmstoff mit verifizierter Umwelt-Produktdeklaration

Von: FPX

Umwelt-Produktdeklarationen sind neutrale Informationsformate. Sie enthalten alle technischen und umweltrelevanten Leistungsmerkmale eines Bauproduktes, die zur ökologischen Nachhaltigkeitsbewertung von Gebäuden benötigt werden. Für eine Gebäudezertifizierung bedarf es der Offenlegung sämtlicher Daten – von der Herstellung bis zum Recycling.

XPS bietet aufgrund seiner homogenen Zellstruktur und den daraus resultierenden Eigenschaften zahlreiche Vorteile. Es lässt sich leicht verarbeiten, hat eine lange Lebensdauer und eignet sich für herausfordernde Dämmbereiche wie Keller und Umkehrdach. Bild: tdx/FPX

(tdx) Baustoffe und deren Verwendung bestimmen die Nachhaltigkeit und Qualität eines Bauwerkes. Um diese einheitlich und vergleichbar bewerten zu können, sind detaillierte Angaben zu den einzelnen Bauprodukten von elementarer Bedeutung. Die Bewertung in ökologischer, wirtschaftlicher und nachhaltiger Hinsicht wird mit einer Umwelt-Produktdeklaration (engl. Environmental Product Declaration, EPD) erfüllt. Als umfassendes, international gültiges und neutrales Informationsformat enthält sie Aussagen zu allen Eigenschaften eines Bauproduktes. So liefert die EPD Planern und Architekten wichtige Informationen für die Planung eines nachhaltigen Gebäudes und bildet für Gebäudezertifizierer die Datengrundlage für die ökologische Nachhaltigkeitsbewertung von Gebäuden. In Deutschland werden EPDs überwiegend durch das Institut Bauen und Umwelt e.V. (IBU) in Berlin veröffentlicht.

 

Verifizierung nach internationalen Normen

 

Den Kern einer Umwelt-Produktdeklaration bildet eine umfassende Ökobilanz. Darin werden sowohl Angaben zur technischen Leistungsfähigkeit eines Produktes gemacht als auch dessen Umweltwirkungen berechnet – „von der Wiege bis zur Bahre“, also von der Rohstoffgewinnung über Transport, Herstellung und Nutzungsdauer bis hin zum Recycling. Zu den umwelt- und gesundheitsrelevanten Angaben gehören die Umweltindikatoren wie beispielsweise das Treibhaus-, Ozonabbau- oder Versauerungspotenzial sowie emissionsbedingte Wirkungen in der Innenraumluft. Die Normen DIN EN ISO 14025 und DIN EN 15804 legen fest, wie Ökobilanzdaten in EPDs verwendet, dargestellt und verifiziert werden.

 

EPD für Extruderschaum-Dämmstoffe

 

Auch Dämmstoffe aus Extruderschaum (XPS) verfügen über eine EPD, die von unabhängigen Dritten verifiziert wurde und für alle Mitglieder der Fachvereinigung Polystyrol-Extruderschaumstoff (FPX) gültig ist. Aufgrund der quantitativen Aussagen über die Umweltleistungen bringt die EPD Vorteile für viele Adressaten: Planer, Architekten, Bauunternehmen, Immobiliengesellschaften, Facility Manager und natürlich für Unternehmen, die mit Herstellung und Dienstleistung an der Wertschöpfungskette von den Rohstoffen bis zum Gebäude beteiligt sind.

 

Bereits während der Herstellung kann XPS punkten, denn es besteht zwischen 95 und 98 Prozent aus Luft und nur zu einem entsprechend geringen Prozentsatz aus erdölbasiertem Kunststoff. Zudem sind in allen Produktionsschritten keine besonderen Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit notwendig. Das Produkt wird zudem überwiegend umweltfreundlich ohne treibhausschädigende Gase aufgeschäumt. Ebenso überzeugt der Dämmstoff während der Nutzungsphase. Alle eingesetzten Stoffe sind im Einbauzustand alterungsbeständig und feuchteresistent, wodurch die Dämmleistung sowie die mechanischen Eigenschaften während der gesamten Nutzungsdauer erhalten bleiben. Die ausgezeichnete mechanische Festigkeit und die Beständigkeit gegenüber Wassereinwirkung sorgen für eine lange Lebensdauer, die der des Bauteils entspricht, in dem XPS eingebaut ist.

 

Besonders mit Blick auf die sogenannte graue Energie überzeugt XPS. Dabei handelt es sich um die Energie, die notwendig ist, um ein Gebäude zu bauen, zu betreiben und wieder abzureißen. Mit grauer Energie hängen auch schädliche graue CO2-Emmisionen zusammen. Bereits nach weniger als einem Jahr im Einsatz haben sich bei XPS der Energieverbrauch und der Ausstoß von Treibhausgasen bei der Produktion durch die Einspareffekte während der Nutzung ökologisch amortisiert. Damit ergibt sich für XPS eine Ökobilanz, die einen Vergleich mit Ökobilanzen von Naturdämmstoffen nicht scheuen muss. Im Laufe seiner Lebenszeit wird mindestens das 200-fache der zur Herstellung eingesetzten Energie durch die Verwendung als Wärmedämmung eingespart. Am Ende seines Lebenszyklus wird XPS der energetischen Verwertung zugeführt, woraus noch einmal 30 Prozent der Herstellungsenergie zurückgewonnen werden.

 

Vielseitig einsetzbar und besonders langlebig

 

Mit seiner hohen Belastbarkeit und Beständigkeit eignet sich XPS sehr gut als Dämmmaterial an verschiedenen Stellen des Gebäudes. Der Schaumstoff besticht durch eine enorme Druckfestigkeit: Er hält einem Druck von bis zu 70 Tonnen pro Quadratmeter stand. Das geschlossene Zellgefüge des XPS-Dämmstoffes macht ihn feuchtigkeitsunempfindlich und verhindert eine kapillare Wasseraufnahme. Einerseits sichert das die langfristige Wärmedämmwirkung des Produktes und andererseits  schützt der Dämmstoff das Gebäude vor dem Eindringen von Feuchtigkeit. Neben Wasser hält XPS auch den im Boden lebenden Mikroorganismen sowie Chemikalien und Lösungsmitteln über Jahrzehnte hinweg stand. Verdünnte Salzlösungen – wie sie beispielsweise bei Tauwetter durch Streusalz entstehen können – sind für das Material ebenso unschädlich. XPS fault und verrottet nicht.

 

Durch seine hohe Druck- und Verrottungsbeständigkeit sowie Feuchteunempfindlichkeit eignet sich XPS optimal als außenseitige Wärmedämmung erdberührter Bauwerksteile, zum Beispiel für Kellerwände und Bodenplatten von Gebäuden. Einbautiefen im feuchten Erdreich von dreieinhalb Metern im Grundwasser und mehr sind dabei problemlos möglich. Für Perimeterdämmungen ist XPS gemäß DIN 4108 Teil 2 genormt und bedarf keiner bauaufsichtlichen Zulassung. Diese Normung gilt genauso für den Einsatz des Schaumstoffes bei Umkehrdächern. Bei dieser Art des Flachdaches wird die Dämmung über der Abdichtung des Daches eingebaut und nicht wie üblich darunter. Umkehrdächer werden bekiest oder als Terrasse genutzt, weshalb auch hier die Feuchte- und Druckbeständigkeit von großer Bedeutung ist. XPS ist der einzige Wärmedämmstoff, der ohne bauaufsichtliche Zulassung bei diesen speziellen Dächern verbaut werden darf. Zusätzlich eignet er sich für den Einsatz im Außenwandbereich, zur Verhinderung von Wärmebrücken, in Deckenkonstruktionen und bei Aufsparrendämmungen in Steildächern.

 

Weitere Informationen sind erhältlich unter www.xps-waermedaemmung.de.

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